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A4-Holz entsorgen

A4-Holz richtig erkennen
Getrennter A4-Container mit Nachweis
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Was ist A4-Holz?

A4 ist die höchste der vier Altholzklassen und umfasst Holz, das mit Holzschutzmitteln behandelt oder mit gefährlichen Stoffen verunreinigt ist. Anders als A1 bis A3 gilt A4 als gefährlicher Abfall, und das ist keine Formsache: Es muss getrennt gesammelt, in Spezialanlagen verwertet und der Weg dokumentiert werden. Im Abfallverzeichnis läuft A4 unter der Nummer 17 02 04 mit Sternchen, und dieses Sternchen bedeutet immer gefährlicher Abfall mit Nachweispflicht.

Der Grund für die strengere Behandlung liegt in den Wirkstoffen. Bis in die 1980er Jahre wurden Holzschutzmittel eingesetzt, die heute verboten sind: Pentachlorphenol, kurz PCP, das Insektizid DDT, das Kontaktgift Lindan, Chromate zur Fixierung und Teeröl, das auch Kreosot heißt. Diese Stoffe bleiben jahrzehntelang im Holz. Würde solches Material in die Spanplattenproduktion gehen, käme es über Möbel und Bauelemente zurück in Wohnräume, genau das soll die Altholzverordnung verhindern.

Für dich heißt das zwei Dinge. Erstens ist A4-Holz teurer in der Entsorgung, weil die zugelassenen Anlagen aufwendiger sind. Zweitens ist Vermischung der teuerste Fehler, den du machen kannst: Ein einziges A4-Stück in einer Ladung A1 bis A3 stuft die gesamte Ladung hoch. Wie die vier Klassen im Verhältnis stehen und welche Bauteile in A1 bis A3 fallen, steht auf der Übersicht Holz entsorgen und Altholzklassen bestimmen.

Und zur Beruhigung: Für Privatpersonen ändert sich am Ablauf nichts. Du bestellst einen A4-Container, befüllst ihn und wir übernehmen die Dokumentation.

Inhaltsverzeichnis

1
Was ist A4-Holz?
2
Welche Hölzer fallen unter A4?
3
Woran erkennst du behandeltes Holz?
4
Was kostet die Entsorgung von A4-Holz?
5
Was darf in den A4-Container und was nicht?
6
Wie wird A4-Holz verwertet?
7
Häufige Fragen zu A4-Holz
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Welche Hölzer fallen unter A4?

Die kürzeste Regel lautet: Was draußen verbaut war, ist im Zweifel A4. Holz im Außenbereich muss gegen Pilze, Insekten und Feuchtigkeit geschützt werden, und dieser Schutz erfolgte über Jahrzehnte chemisch. Alles aus dem Innenausbau ist dagegen mit hoher Wahrscheinlichkeit A1 bis A3. Die Dachsparren sind der Fall, den die meisten unterschätzen. Bei Sanierungen von Gebäuden aus den 1960er bis 1980er Jahren stößt man regelmäßig auf Dachstühle, die mit PCP oder Lindan behandelt wurden, und das ist von außen nicht sichtbar. Wenn du einen Dachstuhl aus dieser Zeit abbaust, geh von A4 aus, bis das Gegenteil belegt ist.

Nicht dazu gehören Baumstämme, Wurzelstöcke und Astwerk. Das ist Grünabfall und hat gar keine Altholzklasse, weil es nie verbaut war: Baumstämme und Wurzeln entsorgen.

Objekt Warum A4
Bahnschwellen

mit Teeröl (Kreosot) getränkt

Leitungs- und Telefonmasten

kesseldruckimprägniert, oft mit Chromaten

Holzfenster und Fensterrahmen

jahrzehntelange Witterung, Lasuren mit Bioziden

Außentüren und Türrahmen außen

Wetterschutzlasuren, Erdnähe

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Woran erkennst du behandeltes Holz?

Vier Merkmale bringen dich in den meisten Fällen zu einer belastbaren Einschätzung:

  • Die Farbe im Holz, nicht auf dem Holz. Ein grünlicher oder gräulich-grüner Ton, der bis in die Tiefe geht und an einer frischen Schnittkante sichtbar bleibt, ist das klassische Zeichen für Kesseldruckimprägnierung mit Kupfersalzen. Ein bräunlich-oranger Ton bis in den Kern deutet auf Chromate hin. Entscheidend ist der Unterschied zwischen Lasur und Imprägnierung: Eine Lasur sitzt obenauf und lässt sich abschleifen, eine Imprägnierung sitzt im Holz. Säge ein Stück an und sieh dir die Schnittfläche an.

  • Der Geruch. Ein öliger, teerartiger, stechender Geruch ist typisch für Kreosot und findet sich bei Bahnschwellen, alten Masten und manchen Zaunpfählen. Bei angewärmtem Holz, etwa nach Sonne, tritt er stärker hervor. Ein süßlich-chemischer Geruch bei Dachlatten aus den 1970er Jahren kann auf Lindan hinweisen.

  • Der Verbauort und das Alter. Erdkontakt ist das stärkste Indiz überhaupt. Alles, was im Boden steckte, war imprägniert, sonst hätte es keine fünf Jahre gehalten. Ebenso Holz, das jahrzehntelang der Witterung ausgesetzt war. Beim Alter gilt die 1980er-Grenze als Orientierung, weil danach die kritischsten Wirkstoffe schrittweise verboten wurden. Neueres Konstruktionsholz aus dem Außenbereich ist trotzdem meist imprägniert, dann eben mit heute zugelassenen Mitteln, und bleibt damit A4.

  • Sichtbare Reste und Beschläge. Bohrlöcher in regelmäßigen Abständen deuten auf eine nachträgliche Bohrlochtränkung gegen Holzwurm hin. Ein weißlicher, kristalliner Belag an der Oberfläche kann auf ausgetretene Salze hindeuten.

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Was kostet die Entsorgung von A4-Holz?

Ein Container für A4-Holz ist deutlich teurer als der für A1 bis A3, der bei rund 189 € für 5m³ startet. Wie groß der Unterschied ausfällt, hängt an deiner Postleitzahl und an der Verfügbarkeit zugelassener Anlagen in der Region. Den verbindlichen Festpreis siehst du, sobald du deine Postleitzahl eingibst und A4 als Abfallart wählst.

Drei Gründe stehen hinter dem Aufpreis. Erstens die Anlage: A4-Holz darf nur in Anlagen mit besonderer Genehmigung und mehrstufiger Abgasreinigung verbrannt werden, und davon gibt es deutlich weniger als normale Altholzkraftwerke. Zweitens die Entfernung: Weil es weniger Anlagen gibt, sind die Transportwege länger. Drittens die Dokumentation: Gefährlicher Abfall wird über Entsorgungsnachweis und Begleitschein erfasst, das ist Verwaltungsaufwand, der mit im Preis steckt.

Die wichtigste Rechnung machst du aber vorher. Wenn bei deinem Projekt sowohl A4 als auch normales Altholz anfällt, etwa beim Rückbau einer Terrasse samt Innenausbau, sind zwei kleinere Container in der Regel günstiger als ein großer, in dem alles zusammen liegt. Denn sobald A4 dabei ist, wird die gesamte Ladung als A4 abgerechnet. Rechne beide Varianten durch, bevor du bestellst. Alle Größen und die Preisabfrage findest du unter Holzcontainer mieten.

Preise
für Holzcontainer in deinem Liefergebiet
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Was darf in den A4-Container und was nicht?

Eine Regel, die in eine Richtung funktioniert: Holz der Klassen A1 bis A3 darfst du im A4-Container mitentsorgen, denn die höhere Einstufung ist immer zulässig. Umgekehrt geht es nicht. Bei Fenstern und Türen fällt Vorarbeit an. Glas gehört raus, ebenso Beschläge, Griffe, Bänder und Metallrahmen. Bei Terrassen entfernst du die Unterkonstruktionsschrauben nicht einzeln, kleine Metallteile werden in der Anlage abgetrennt, aber ganze Stahlwinkel und Pfostenträger baust du ab und gibst sie zum Schrott. Kürze langes Material auf maximal 250 cm Kantenlänge, sonst kann es nicht transportiert werden. Ein Sonderfall, der nicht in den A4-Container gehört: Holz mit PCB-Belastung, etwa aus alten Dämm- und Fugenkonstruktionen, sowie Material aus Gebäuden mit Asbestverdacht. Das läuft als Sonderabfall über einen eigenen Weg und braucht eine gesonderte Anmeldung. Wenn bei deinem Projekt mehrere Materialien anfallen und A4 nur ein Teil davon ist, kann Baumischabfall statt sortenreinem Holz für den Rest die einfachere Lösung sein.

Gehört hinein
Außentüren
Bahnschwellen
Balkongeländer
Fensterholz
Fensterrahmen
Gartenmöbel aus Holz
Gartenzäune
Holz mit einer Kantenlänge bis 250 cm
Holzterrassen
Holzzäune
Jägerzäune
Pflanzpfähle
Türahmen
druckimprägniertes Holz
mit Holzschutzmitteln behandeltes Holz
stark lackiertes Holz
Gehört nicht hinein
Alle nicht hölzernen Abfälle
Asbestzementplatten aus Anbauten
Baumstämme, Wurzeln, Grünschnitt
Bauschutt, Estrich, Gipskarton
Dämmwolle und Dämmplatten
Elektrogeräte und Kabel
Farbeimer, Lackreste, Kartuschen
Glas, Beschläge, Griffe, Metallrahmen
Holz mit einer Kantenlänge von mehr als 250cm
Kunststoff, Folien, Kunststoffleisten
Polster, Bezüge, Matratzen
teerhaltige Dachpappe
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Wie wird A4-Holz verwertet?

A4-Holz geht nicht in die stoffliche Verwertung. Es darf nicht zu Span- oder Faserplatten verarbeitet werden, weil die Schadstoffe sonst in neue Bauprodukte und Möbel gelangen würden. Der einzige zulässige Weg ist die energetische Verwertung in Anlagen mit besonderer Genehmigung.

Diese Anlagen unterscheiden sich in einem Punkt entscheidend von einem Biomassekraftwerk für A1-Holz: Sie haben eine mehrstufige Abgasreinigung, die genau die Stoffe zurückhält, die beim Verbrennen von imprägniertem Holz freigesetzt werden. Dazu gehören Dioxine, Furane, Chlorwasserstoff und Schwermetallverbindungen. Die Verbrennung läuft bei kontrollierten Temperaturen, damit die Schadstoffe zerstört und nicht nur verlagert werden. Aus dem Holz entsteht dabei Strom und Wärme, die Rückstände aus der Abgasreinigung werden gesondert entsorgt.

Genau deshalb ist das Verbrennen von A4-Holz im eigenen Ofen ausgeschlossen. Ein Kaminofen hat keine Abgasreinigung, die Schadstoffe gehen ungefiltert durch den Schornstein ins Wohngebiet und schlagen sich zusätzlich im Ofen und im Kamin nieder. Erlaubt ist nach der ersten Verordnung zum Bundes-Immissionsschutzgesetz nur naturbelassenes Holz der Klasse A1. Ein Verstoß ist eine Ordnungswidrigkeit und kann mit einem Bußgeld belegt werden. Was du verbrennen darfst und was nicht, steht ausführlich unter Holz entsorgen.

Ein kleiner Teil des Materials nimmt einen dritten Weg. Holz mit PCB-Belastung darf weder stofflich noch energetisch verwertet werden und muss auf Sonderdeponien abgelagert werden.

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Häufige Fragen zu A4-Holz

Was ist die Altholzklasse A4?

A4 ist die höchste der vier Altholzklassen und umfasst Holz, das mit Holzschutzmitteln behandelt oder mit gefährlichen Stoffen verunreinigt ist. Typische Wirkstoffe sind PCP, DDT, Lindan, Chromate und Teeröl, das auch Kreosot heißt. A4-Holz gilt als gefährlicher Abfall, läuft im Abfallverzeichnis unter der Nummer 17 02 04* und muss getrennt von normalem Altholz gesammelt werden. Es darf nur in Anlagen mit besonderer Genehmigung verwertet werden.

Welche Hölzer fallen unter A4?

Warum ist A4-Holz teurer in der Entsorgung?

Darf ich A4-Holz verbrennen?

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