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Wohnung entrümpeln: die Anleitung Schritt für Schritt

Alle Informationen
Einfach erklärt
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Einleitung: Wohnungsentrümpelung

Eine 70m² Wohnung zu entrümpeln dauert mit zwei Personen etwa zwei Tage. Der größte Kostenfaktor ist die Entscheidung, die du ganz am Anfang triffst: Firma beauftragen oder selbst anpacken und einen Container mieten. Zwischen beiden Wegen liegen rund 1.500 €.

Diese Anleitung führt dich in mehreren Schritten durch die Entrümpelung: Zeitplan, Checkliste, die 3-Kisten-Methode zum Aussortieren, und welcher Container welche Abfälle aufnimmt. Am Ende steht eine leere Wohnung, ohne dass du jemanden dafür bezahlt hast.

Inhaltsverzeichnis

1
Firma oder Container?
2
Was eine Wohnungsentrümpelung kostet
3
Vorbereitung: Zeitplan und Material
4
Die Checkliste zur Wohnungsentrümpelung
5
Die 8 häufigsten Fehler beim Entrümpeln
6
Wohnung entrümpeln: Welche Abfälle wie richtig entsorgen?
7
Haus entrümpeln: was zusätzlich dazukommt
8
Häufige Fragen zum Wohnung entrümpeln
1

Firma oder Container? Der Vergleich für eine 70m² Wohnung

Entrümpelungsfirma Container mieten
Aufwand

keiner

Wohnung ausräumen und Container befüllen

Dauer

1 Tag

1-3 Tage

Transport & Entsorgung

übernimmt die Firma

übernehmen wir

Termin

1 – 3 Wochen Vorlauf

Lieferung ab dem nächsten Werktag möglich

2

Was eine Wohnungsentrümpelung kostet

Bei den Kosten für die Entrümpelung deiner Wohnung kommt es darauf an, wie viel du selbst erledigen möchtest. Die teuerste Möglichkeit ist es, wenn du eine Firma beauftragst. Eine Entrümpelungsfirma rechnet im Schnitt mit 30 € pro Quadratmeter, für eine 70m² Wohnung sind das 1.750 bis 2.450 €.

Wir empfehlen die Kombination aus selbst machen und einem Container für deine Entrümpelung. Bei uns bekommst du einen Sperrmüllcontainer im Durchschnitt für 600 €. Für diesen Preis ist der 7 m³ Container, mit dem du eine bis zu 70 m² große Wohnung entrümpeln kannst, eine gute Option. Unsere Preise beinhalten bereits die Lieferung, die Abholung, die Entsorgung und 14 Tage Stellzeit. Insgesamt sparst du gegenüber einer Entrümpelungsfirma 1.500 €.

Preise
für Container in deinem Liefergebiet
3

Vorbereitung: Zeitplan und Material

Als Faustformel gilt: eine Person schafft etwa 20 m² pro Tag, wenn die Wohnung normal möbliert ist. Zu zweit brauchst du für eine 70m² Wohnung also rund zwei Tage, einen fürs Aussortieren und Ausräumen, einen fürs Abtragen und Befüllen.

Drei Dinge verlängern das spürbar: Kellerräume und Dachböden zählen doppelt. Was dort seit Jahren steht, muss erst gesichtet werden, und die Wege sind länger. Emotionale Nachlässe brauchen Zeit. Bei einer Wohnungsauflösung nach einem Todesfall solltest du den Zeitplan verdoppeln. Aussortieren ist hier keine Fleißaufgabe.

Ohne Aufzug rechnest du pro Stockwerk etwa einen halben Tag zusätzlich. Plane den Container so, dass er am Ende von Tag eins steht. Dann kannst du direkt befüllen, statt Sperrmüll erst im Flur zu stapeln.

Notwendiges Material

MaterialMenge für 70 m²Verwendung
Umzugskartons

15 – 20

Behalten, Verkaufen, Verschenken

Müllsäcke, 120 l

30 – 40

Restmüll und Textilien

Arbeitshandschuhe

1 Paar pro Person

Splitter, Glas, Nägel

Cuttermesser

2 Stück

Kartons, Teppich, Verpackungen

4

Die Checkliste zur Wohnungsentrümpelung

Die Checkliste folgt der Reihenfolge, in der die Aufgaben tatsächlich anfallen, nicht der, in der man sie im Kopf hat. Der häufigste Fehler ist, mit dem Ausräumen zu beginnen, bevor Container und Termine stehen. Dann steht der Hausrat im Flur und wartet.

Vor der Entrümpelung

2 bis 4 Wochen vorher:

  • Wohnfläche ausmessen und Räume durchgehen

  • Entscheiden: selbst entrümpeln oder Firma beauftragen

  • Sperrmülltermin der Kommune prüfen, Wartezeiten sind oft lang

  • Helfer ansprechen und Termin verbindlich festlegen

  • Container anfragen und Stellplatz klären

  • Bei Stellplatz auf öffentlichem Grund: Genehmigung beim Ordnungsamt beantragen

  • Wertgegenstände und Dokumente sichern: Papiere, Schmuck, Datenträger

1 Woche vorher:

  • Material besorgen (Kartons, Säcke, Handschuhe, Masken)

  • Verkaufsanzeigen für Möbel und Elektrogeräte schalten

  • Abholung für Spenden vereinbaren

  • Kühlschrank abtauen und Gefriergut aufbrauchen

  • Parkverbotsschilder aufstellen, falls erforderlich, meist 3 Tage Vorlauf

  • Nachbarn informieren

Während und nach der Entrümpelung

Am Tag der Entrümpelung:

  • Raum für Raum arbeiten, nicht kreuz und quer

  • 3-Kisten-Methode anwenden: Behalten, Verkaufen, Entsorgen

  • Kisten sofort beschriften

  • Schadstoffe getrennt sammeln: Farben, Lacke, Batterien, Leuchtmittel

  • Elektrogeräte separat stellen, gehören nicht in den Sperrmüllcontainer

  • Möbel zerlegen, bevor sie in den Container kommen

  • Container gleichmäßig und nicht über die Kante befüllen

Nach der Entrümpelung:

  • Schadstoffe zum Wertstoffhof bringen

  • Container zur Abholung freigeben

  • Wohnung besenrein übergeben

  • Entsorgungsnachweis ablegen, bei Erbschaften und Vermietung relevant

  • Nachsendeauftrag und Ummeldungen prüfen

Die 3-Kisten-Methode

Die 3-Kisten-Methode ist der Grund, warum manche Entrümpelungen an einem Wochenende fertig sind und andere sich über Monate ziehen. Du stellst drei Behälter auf: Behalten, Verkaufen, Entsorgen. Jeder Gegenstand kommt in genau einen davon, beim ersten Anfassen, ohne Rückfrage an dich selbst. Was in „Verkaufen" landet, bekommt eine Frist. Ist es nach zwei Wochen nicht verkauft, wandert es in den Container. Ohne diese Frist wird aus der Verkaufskiste ein zweiter Dachboden.

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Die 8 häufigsten Fehler beim Entrümpeln

Die meisten Entrümpelungen scheitern nicht an der Arbeit, sondern an Entscheidungen, die vorher getroffen wurden oder eben nicht. Diese acht Fehler kosten am zuverlässigsten Zeit und Geld. Die gute Nachricht: Sieben davon lassen sich vor dem ersten Karton ausschließen.

  • Ohne einen Plan anfangen

  • Den Container zu spät bestellen

  • Zu viel auf einmal vornehmen

  • Aussortieren ohne festgelegtes System

  • Nicht fachgerechte Entsorgung

  • Hilfe ablehnen

  • Gegenstände nur umlagern

  • Nicht von Dingen trennen 

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Wohnung entrümpeln: Welche Abfälle wie richtig entsorgen?

Bei einer Entrümpelung fällt fast nie nur eine Abfallart an. Möbel, Altholz, Elektrogeräte und Restmüll landen zusammen im Flur und gehören an vier verschiedene Orte. Die Trennung lohnt sich doppelt: Sortenreine Container sind günstiger als Mischcontainer, und falsch befüllte werden nachsortiert und in Rechnung gestellt.

Abfall Entsorgung
Möbel, Matratzen, Teppiche, Hausrat

Sperrmüllcontainer

Holzmöbel, Dielen, Regale (A1–A3)

Holzcontainer

Textilien, Kunststoffe, Verpackungen

Siedlungsabfallcontainer

Gemischt mit Bauschutt, Fliesen, Sanitär

Baumischabfallcontainer

Sperrmüll: der Standardfall

Der mit Abstand größte Anteil einer Wohnungsentrümpelung: Sessel, Schränke, Tische, Matratzen, Teppiche, Lampen, Hausrat. Faustregel für die Größenwahl: Eine 2- bis 3-Zimmer-Wohnung füllt in der Regel einen 7-m³-Container. Polstermöbel brauchen mehr Volumen als erwartet — Sofas vor dem Einladen zerlegen spart oft eine Größenklasse. Enthält der Sperrmüll überwiegend Holzmöbel, ist ein Holzcontainer die günstigere Alternative.

Altholz: wann sich ein eigener Container lohnt

Vier Kategorien: A1 naturbelassen, A2 verleimt oder lackiert, A3 beschichtet, A4 behandelt mit Holzschutzmitteln, Bahnschwellen, Zaunpfähle, Imprägniertes. A1 bis A3 dürfen zusammen, A4 muss getrennt und ist teurer. Möbelholz fällt fast immer unter A2 oder A3 und kann auch über den Sperrmüllcontainer laufen. Ein eigener Holzcontainer rechnet sich ab etwa einem Kubikmeter reinem Holz.

7

Haus entrümpeln: was zusätzlich dazukommt

Bei einem Haus gelten dieselben sechs Schritte, aber Keller, Dachboden und Garage kommen dazu und machen oft mehr Volumen aus, als die Wohnfläche vermuten lässt. Für 120 m² plus Nebenräume solltest du 15–20 m³ einplanen.

Zweistufiges Vorgehen ist meist günstiger als ein überdimensionierter Container, der halb leer bleibt: erst ein Sperrmüllcontainer für Möbel und Hausrat, dann ein zweiter für alles aus den Nebenräumen, Bauabfälle aus dem Keller, Renovierungsreste.

Was eine Hausentrümpelung im Detail kostet, siehst du auf der Kostenseite: Kosten für eine Entrümpelung

8

Häufige Fragen zum Wohnung entrümpeln

Was fällt unter eine Entrümpelung?

Zu einer Entrümpelung gehört alles, was aus der Wohnung entfernt und entsorgt wird: Möbel, Hausrat, Textilien, Teppiche, Elektrogeräte, Kellerinhalt und Dachbodenbestand. Nicht dazu gehören fest verbaute Bestandteile wie Einbauküchen, Bodenbeläge oder Sanitärobjekte — das ist eine Entkernung und fällt unter Baumischabfall. Auch Schadstoffe wie Farben und Lacke werden getrennt behandelt, obwohl sie bei der Entrümpelung anfallen.

Was ist der Unterschied zwischen Entrümpelung und Haushaltsauflösung?

Wie lange dauert es, eine Wohnung zu entrümpeln?

Welchen Container brauche ich für eine Wohnungsentrümpelung?

In welcher Reihenfolge entrümpelt man am besten?

Wer muss die Wohnung bei Auszug entrümpeln?

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